illusion of separation 02

Multimedia iInstallation 2023

In my work, I explore the ambivalence between alienation from nature and a simultaneous longing for it. What place do we occupy? How far have we distanced ourselves, and in what ways do we attempt to reconnect? How can we separate from something that we inherently are?

We imitate nature to the point of perfection, copying until artificiality becomes natural.

In the summer of 2022, the increasing frequency of wildfires became tangible, while widespread deforestation took place. Trees, ravaged by bark beetles, had to be cut down. Human-made monocultures play a crucial role in this—the forests are weakened and can no longer withstand the beetles that have always been there. I collected this wood. The forests look like battlefields, yet the individual branches hold a unique beauty—the bark beetles carve intricate, one-of-a-kind lines into the wood.

The shelter, built entirely from this wood, engages with the concept of bushcrafting. People venture into the forests, either preparing for disaster, for “point zero”—for collapse—or simply testing their survival skills for extended stays in nature as a hobby. Various shelters are constructed using only available materials, with one of the most classic designs being the A-frame shelter. A whole movement revolves around this practice—creating videos, organizing events, challenges, and shows.

Are we preparing for a life after the collapse of modern society? Is this how we return to nature, to the forest?

Three-meter-long PVC strips hang on the wall, scorched with a gas burner. A material designed for protection and separation in industrial settings is now transformed.

Humans see themselves as masters over animals—exploiting them in the cruelest ways, killing them, eating them. We build cages and fences and dare to call them “humane.” But true humane treatment is only freedom.

The video shows animals captured by a wildlife camera—seemingly unobserved, in a world that is theirs, yet one we are increasingly encroaching upon and destroying. We have not yet captured or killed them. But be warned.

On the floor, a lake—lined with moss—appears on a panel covered in animated structures. Yet the lake, the water, the fluidity itself is an illusion. A homage to the beauty of natural movement, framed by “real” nature. But once again, the question arises: Is this nature real, or is it merely an imitation of an imitation from times long past?

The installation resembles a diorama—a world that, perhaps, evokes a sense of comfort, not least due to the fire-like glow of the lamp inside the shelter.

// Meine Arbeit thematisiert die Spannung zwischen unserer Entfremdung von der Natur und der gleichzeitigen Sehnsucht nach ihr. Ich hinterfrage, wie weit wir uns entfernt haben und wie wir uns ihr wieder annähern.

Die Installation greift Themen wie Waldzerstörung, Bushcrafting und das menschliche Verhältnis zu Tieren auf. Gesammeltes Holz von geschwächten Monokultur-Wäldern bildet die Grundlage für einen Shelter, inspiriert von Survival-Techniken. Ein Video zeigt Tiere in ihrer zunehmend bedrohten Welt.

Weitere Elemente wie verbrannte PVC-Streifen, ein illusionärer See und animierte Strukturen spielen mit der Wahrnehmung von Natürlichkeit und Künstlichkeit. Die Arbeit reflektiert unseren Umgang mit der Umwelt und die Frage, ob wir Natur nur nachahmen, anstatt sie zu bewahren.

in der Arbeit beschäftige ich mich mit der Ambivalenz zwischen Entfremdung von der Natur und einer gleichzeitigen Sehnsucht nach ihr. Welchen Platz nehmen wir ein, wie weit haben wir uns entfernt und auf welche Art nähern wir uns der Natur an, wir können wir uns von etwas entfernen – was wir sind? 

Wir ahmen die Natur bis zur Perfektion nach, indem wir kopieren, bis die Unnatürlichkeit Natürlich ist? 

Im Sommer 2022 waren die Häufung der Waldbrände spürbar, gleichzeitig fand eine weitläufige Rodung von Wäldern statt. Von Borkenkäfern zerfressene Bäume mussten gefällt werden. Hierbei spielen die von Menschen gemachten Monokulturen eine Rolle, die Wälder sind geschwächt und so können sie den schon immer da gewesen Borkenkäfer nicht mehr standhalten. Dieses Holz habe ich eingesammelt, die Wälder sehen aus wie Schlachtfelder, gleichzeitig weisen die einzelnen Äste eine wunderschöne Ästhetik auf – der Borkenkäfer zeichnen einmalige Linien in das Holz. Der Shelter , genau aus diesem Holz gemacht greift das Thema des bushcrafting auf. Menschen gehen in die Wälder und üben entweder für den Ernstfall, für den Punkt 0 – für den Untergang, oder das Überleben  bzw erproben ihre Fähigkeiten  für ein längeren Aufenthalt in der Natur – hobbymäßig. Verschiedene Behausungen entstehen, welche nur mit den Vorhanden Materialen gebaut werden können. Eins der klassischsten Modelle ist herbei der Shelter A Frame. Eine ganze Bewegung beschäftig sich damit, dreht Videos, macht Veranstaltungen, Challanges und Shows.

 Bereiten wir uns so auf ein Leben vor, wie es wäre, wenn unsere moderne Gesellschaft zusammenbricht, gehen wir so zurück in die Natur, in den Wald ? 

3 Meter lange Pvc Streifen hängen an der Wand, mit einem Gasbrenner habe ich sie angebrannt , ein Material welches eigentlich zum Schutz und zur Abgrenzung in Fabriken dient.  

Der Mensch bildet sich ein Herr über die Tiere zu sein, er beuten sie auf das grauenvollste aus, tötet sie – isst sie. Bildet sich ein Käfige und Zäune Artgerecht nennen zu dürfen – Artgerecht ist nur die Freiheit. Das Video zeigt Tiere mit einer Wildkamera aufgenommen, scheinbar unbeobachtet, in einer Welt – in ihrer Welt, welche wir immer mehr einnehmen und zerstören. Noch haben wir diese Tiere nicht gefangen oder getötet. Seit auf der Hut. 

Auf dem Boden ein See gesäumt von Moos auf einer Platte tapeziert mit animierten Strukturen. Doch auch der See, das Wasser – die Flüssigkeit- ist eine Illusion. Eine Hommage an die Schönheit der natürlichen Bewegung eingesäumt mit der „echten“ Natur, – wobei wieder die Frage entsteht ist die Natur echt oder handelt es sich doch um eine Nachahmung einer Nachahmung aus vergangen Zeiten.

Die Installation erinnert an ein Diorama, An eine Welt die vielleicht auch eine Art Gemütlichkeit aufkommen lässt, nicht zu letzt durch den Feuerartigen Schein der Lampe im Shelter.